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28/08/20

WAS SIND DIE VORZÜGE EINES SPA-BESUCHS?

Das unerlässliche Wechselspiel von Wärme, Kälte und Ruhe

Bei einem Spa-Besuch wechseln sich Phasen ab, in denen der Körper Wärme- und Kältereizen ausgesetzt wird oder sich erholsame Ruhephasen gönnt.

Unter „Wärme“ versteht man den Zustand, in dem sich der Körper erhitzt und bestimmte Reaktionen erzeugt, u.a. die Erhöhung der Basaltemperatur, die Schweißproduktion und die Beschleunigung des Herzschlags. Bei längerem Bestehen dieses Zustandes kann es zu einer Stoffwechselentgleisung kommen; aus diesem Grund ist eine ausreichende Abkühlung nach Einwirkung von trockener oder feuchter Hitze unabdingbar.

Die Anwendung eines Kältereizes ermöglicht dem erhitzten Körper, seine Temperatur durch die vollständige Verdunstung der aufgenommenen Wärme zu regulieren und seine Funktionen wieder in ihr natürliches Gleichgewicht zu bringen. Die Kälte hat nämlich eine straffende und krampflösende Wirkung. Diese war bereits in der Antike bekannt, als Eis und Schnee zur Schmerzlinderung und Muskelentspannung verwendet wurden.

Als Ruhe wird hingegen ein Zustand definiert, in dem sich der Körper entspannt und mit positiven Empfindungen durchflutet wird, was eine Wiederherstellung des inneren Gleichgewichts und eine Verbesserung des physiologischen Zustands ermöglicht. Bequeme Liegen, eine angenehme Temperatur, sanfte Beleuchtung und Musik und die Bereitstellung von Getränken sind unerlässliche Voraussetzungen für eine optimale Erholung.

Die Abwechslung zwischen Wärme, Kälte und Ruhe ist ein wesentlicher Teil des Wellness-Erlebnisses. Das Überspringen einer dieser drei Phasen verhindert das Erreichen der gewünschten Ergebnisse und ruft sogar ein Gefühl von Müdigkeit und Erschöpfung hervor.

Fangen wir mit dem Schwerpunkt „Wärme“ an – welche Option ist am besten geeignet? Die beliebtesten Anlagen eines Wellnesscenters sind sicherlich an allererster Stelle die finnische Sauna und direkt danach das Dampfbad. Wie unterscheiden sie sich voneinander und welche Vorteile bringen sie mit sich?

Die Vorzüge der finnischen Sauna

In der finnischen Sauna herrscht eine Temperatur von 80-100°C, während die Luftfeuchtigkeit bei 10-20% liegt und nur beim Aufguss steigt, wenn die heißen Steine des Saunaofens mit Wasser übergossen werden.
Zu dieser Sauna-Art wurden zahlreiche Studien durchgeführt. Zu den bekanntesten zählen diejenigen von Marc Cohen, welche bewiesen haben, dass die regelmäßige Einwirkung ihrer trockenen Hitze erhebliche Vorteile für das Herz-Kreislauf-System, den Bewegungsapparat, das Nervensystem und die Atemwege mit sich bringt.
Die Belastung, der unser Körper ausgesetzt wird, löst eine Hyperventilation aus, die den pH-Wert im Blut verändert und die Abwehrkräfte auf die Bekämpfung möglicher Infektionen vorbereitet. Und nicht nur: Der Thermoschock durch die Aussetzung des Körpers einer Temperatur von 90°C schützt die Immunzellen und erhöht deren Anzahl und Aktivität (Clinical effects of regular dry sauna bathing, 2018).

Dies geschieht, weil unsere Basaltemperatur in der finnischen Sauna ansteigt und sich die Blutzirkulation und der Energieverbrauch beschleunigen. Als Reaktion darauf wird die Thermoregulation aktiviert und die Schweißproduktion durch die Talgdrüsen angekurbelt; dadurch wird der Körper abgekühlt, indem die Wärme durch die Hautporen nach außen abgegeben wird und große Mengen an Wasser mit einem hohen Gehalt an Harnsäure, Schwermetallen, Cholesterin und Mineralsalzen ausgeschieden werden. Außerdem kann ein Saunagang die Muskulatur entspannen und den Wach-Schlaf-Rhythmus regulieren, was eine bessere Schlafqualität und mehr Konzentration und Fokus morgens nach dem Aufwachen gewährleistet.

Die Vorzüge des Dampfbads

Im Dampfbad ist die Hitze etwas schwächer als in der finnischen Sauna: Die Temperatur beträgt nämlich zirka 45°C, wobei die Luftfeuchtigkeit extrem hoch ist (98-100%).

In seinen Merkmalen und Vorteilen ist das Dampfbad dem Hammam ziemlich ähnlich. Die nichtbelastende Temperatur sorgt für eine tiefe körperliche und geistige Entspannung und kurbeln die Produktion von Serotonin, dem sogenannten Glückshormon, an.
Der hohe Dampfgehalt sorgt zugleich dafür, dass sich die Wassertröpfchen auf dem Körper ablagern, wodurch die Hautoberfläche aufgeweicht, die Entfernung alter Zellen und deren Ersetzung durch neue Zellen begünstigt sowie die Entsorgung von an die Oberfläche gelangten Toxinen gefördert wird. Die Haut erscheint dadurch frischer, regenerierter, strahlender, weicher und ebenmäßiger. Für eine intensivere Wirkung kann ein Körperpeeling zugutekommen, welches das Hautgewebe gründlich reinigt und ihm Feuchtigkeit, Straffheit und Festigkeit verleiht.
Außerdem wird im Dampfbadraum Wasser in Form von Dampf aufgenommen. Dadurch bleiben die Schleimhäute der Atemwege feucht, gesund und weich, was die Einnistung von Bakterien und Viren erschwert.

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